... zum Hoflieferant

Vom Sattler...

Adam Hufnagel war kein Darmstädter, aber er gründete hier ein Geschäft, das heute

zu den ältesten der Stadt zählt. Schon im Jahr 1867 kündigte der junge Sattlermeister mit unten stehender Anzeige die Eröffnung des Geschäftes in der Elisabethenstraße an.

Als in den Anfangsjahren des neuen Jahrhunderts der erste Umbau nötig wurde, gehörten längst auch modische Damentaschen zum Sortiment. Seit den 20er Jahren wurde kein Reitzeug mehr gefertigt (Inzwischen gab es ja Automobile) und für die Herstellung von Überseekoffern fand man gute Lieferanten. Mit der wachsenden Emanzipation der Frau kamen außerdem Handtaschen in Mode, in die mehr passte als die Riechfläschchen, Ersatzstrumpfbänder und Tanzkarten die früher in den kleinen Stoffbeutelchen der Damen Platz fanden

Obwohl der Verkauf modischer Artikel mit den Jahren immer wichtiger wurde, gehörte dem hochwertigen Reisegepäck, den Schultaschen und Aktenmappen nach wie vor breiter Raum.

Die Qualität seiner Waren verhalf Adam Hufnagel schon in den 70er Jahren des 19ten Jahrhunderts zu dem Titel Königlich-Hessischer Hoflieferant – und durch die engen verwandtschaftlichen Beziehungen des Großherzogs war man bald auch Kaiserlich-Russischer.

Neben Reit- und Fahrgeschirren fertigte und verkaufte er dort auch Mappen, Ranzen und alles was man damals zum Reisen brauchte. Schon nach wenigen Jahren erwarb er das Haus, in dem er Ladenlokal, Werkstatt für etliche Sattler und Wohnung unter einem Dach hatte – ein mutiger Schritt, war doch die Mollersche Vorstadt damals eine reine Wohngegend. Die Arbeitsbedingungen sind heute schwer vorstellbar: Man begann sommers um 5 h und im Winter um 6 h und, da es noch keinen Strom gab, im Schein der Petroleumleuchten.

 

– Eine kurze Geschichte des Geschäfts –

Mit Adam fing alles an...

Ihre Majestät Queen Victoria von England, auf einer Fahrt durch die Wilhelminenstraße und der Sattlermeister Adam Hufnagel vor seinem Geschäft.

Sattlermeister Adam Hufnagel und seine Frau Anna Maria geb. Raabe

Im Jahre 1908 übernahm Hermann Hufnagel das Haus. Trotz größter Schwierigkeiten während und zwischen den Kriegen bestand die Firma, (mit Hilfe der Familie)  weiter.
In der Nacht des 11. Septembers 1944, die soviel Unglück über Darmstadt brachte, wurde auch das Gebäude der Firma Hufnagel vollständig zerstört. Hermann Hufnagel, der Urenkel des Gründers, verließ die Stadt. Sein Neffe Helmut Maschmann wagte in Darmstadt-Eberstadt einen bescheidenen Neuanfang und die Familie baute ab 1948 das Haus in der Elisabethenstraße wieder auf.

Mit der allgemeinen wirtschaftlichen Erholung war das Geschäft Hufnagel schnell wieder die erste Adresse für gute und schöne Lederwaren in Darmstadt. Und auch mancher Auswärtige, der das erste Mal seinen Fuß in das Taschenparadies Hufnagel setzt, ist angenehm überrascht über eine Auswahl die wohl die wohl kaum Wünsche offenlässt.

Der Neuanfang

 

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A. Hufnagel e.K.

Inhaber: Hans Maschmann

 

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Umsatzsteuer-Id Nr gem. § 27a UStG: DE 260 460 668

Inhaltlich Verantwortlicher gem. § 55 II RStV: Hans Maschmann, Darmstadt